Altbausanierung: Fachbetriebe in der Nähe finden

Sie haben einen Altbau gekauft oder geerbt und möchten ihn modernisieren, neue Leitungen verlegen oder Feuchteschäden beheben lassen? Finden Sie Betriebe für die Altbausanierung in Ihrer Umgebung. Von der Bestandsaufnahme über Schadstoffe und Leitungen bis zum Dach greifen dabei viele Gewerke ineinander.

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Altbausanierung in der Nähe: Wann Sie Fachbetriebe brauchen

Altbausanierung, oft auch Altbaumodernisierung oder Kernsanierung genannt, geht über eine Renovierung deutlich hinaus: Es geht um Substanz, Technik und Energie. Typische Anlässe sind ein Hauskauf, veraltete Elektrik und Rohre, feuchte Wände, ein undichtes Dach oder der Wunsch, Heizkosten zu senken. Weil viele Gewerke ineinandergreifen, lohnt eine gute Planung vor dem ersten Hammerschlag.


Typische Leistungen bei der Altbausanierung

  • Bestandsaufnahme: Prüfung von Statik, Bausubstanz, Feuchte und Haustechnik, oft mit Bausachverständigem oder Energieberater.
  • Schadstofferkundung und -sanierung: Untersuchung verdächtiger Materialien und fachgerechter Rückbau.
  • Leitungen erneuern: Elektroinstallation, Wasser- und Abwasserleitungen, gegebenenfalls Heizung.
  • Feuchteschutz: Ursachen klären, Abdichtung, Horizontalsperre, Sanierputz.
  • Dach und Fassade: Neueindeckung, Dämmung, Putz- und Mauerwerksarbeiten.
  • Fenster und Türen: Austausch oder Aufarbeitung, bei Denkmalschutz in Abstimmung mit der Behörde.
  • Innenausbau: Grundrissänderungen, Trockenbau, Estrich, Böden, Bäder.

Reihenfolge, Schadstoffe und Vorschriften

Bewährt ist diese Reihenfolge: Bestandsaufnahme und Planung, Schadstofferkundung und Rückbau, Rohbauarbeiten am Mauerwerk und Arbeiten am Dach, dann Fenster, danach die Rohinstallation von Elektro, Sanitär und Heizung, anschließend Putz, Trockenbau und Estrich und zum Schluss Fliesen, Maler und Bodenbeläge. So vermeiden Sie, dass fertige Flächen wieder geöffnet werden müssen.

Asbest wurde in Deutschland 1993 verboten. In Gebäuden, die davor gebaut oder saniert wurden, kann er in Bodenplatten, Klebern, Spachtelmassen, Putzen oder Faserzementplatten stecken. Lassen Sie Verdachtsmaterialien vor dem Rückbau im Labor untersuchen. Auch alte Bleirohre, teerhaltige Kleber oder alte Mineralwolle können ein Thema sein.

Bei Feuchte gilt: erst die Ursache finden (aufsteigende Feuchte, defekte Leitungen, Kondensat), dann sanieren. Steht das Haus unter Denkmalschutz, sind Änderungen in der Regel mit der unteren Denkmalschutzbehörde abzustimmen. Bei größeren Änderungen an Dach, Fassade oder Fenstern können energetische Anforderungen aus dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz) gelten. Für Fördermittel sollten Sie den aktuellen Stand vor Auftragsvergabe prüfen, da Anträge oft vor Beginn gestellt werden müssen.


Was kostet eine Altbausanierung?

Die Kosten hängen stark vom Zustand des Gebäudes, der Wohnfläche, dem Umfang (Teil- oder Kernsanierung), Schadstofffunden und dem gewünschten Standard ab. Abgerechnet wird meist je Gewerk nach Angebot, teilweise über einen Generalunternehmer. Planen Sie einen Puffer für Unvorhergesehenes ein, denn im Altbau zeigen sich manche Schäden erst beim Öffnen. Unser Tipp: Holen Sie je Gewerk mindestens zwei bis drei Angebote ein und vergleichen Sie diese Position für Position.


So finden Sie den passenden Betrieb für die Altbausanierung

  1. Standort eingeben und den Umkreis passend wählen. Bei langen Baustellen sparen kurze Wege Zeit und Anfahrtskosten.
  2. Bewertungen lesen und nach Mindestbewertung filtern.
  3. Leistungsspektrum prüfen: Wer übernimmt die Koordination? Welche Gewerke bietet der Betrieb selbst an?
  4. Vor der Beauftragung nachfragen: Gibt es Erfahrung mit Altbauten oder Denkmalschutz? Wie wird mit Schadstofffunden umgegangen? Gibt es einen Zeitplan und ein schriftliches Angebot?

Die Einträge auf suchehandwerker.de stammen von den Betrieben selbst oder aus öffentlichen Quellen. Prüfen Sie Qualifikation und Konditionen deshalb immer direkt beim Anbieter.


Häufige Fragen zur Altbausanierung

Was ist der Unterschied zwischen Renovierung und Altbausanierung?

Eine Renovierung frischt vor allem Oberflächen auf, etwa Wände, Böden oder Türen. Eine Altbausanierung greift in Substanz und Technik ein, zum Beispiel bei Leitungen, Dach, Feuchteschutz oder Dämmung.

Muss ich alte Elektroleitungen erneuern?

Eine generelle Pflicht besteht nicht. Alte Anlagen ohne Schutzleiter oder Fehlerstrom-Schutzschalter entsprechen aber nicht dem heutigen Sicherheitsstandard. Lassen Sie die Elektrik von einem Elektriker prüfen, bevor Wände geschlossen werden.

Wie erkenne ich, ob in meinem Altbau Asbest verbaut ist?

Mit bloßem Auge lässt sich das nicht sicher feststellen. Gewissheit bringt nur eine Materialprobe, die ein Labor analysiert. Bis dahin sollten Sie verdächtige Materialien nicht bohren, schleifen oder brechen.

Weitere Betriebe für Rückbau, Sanierung und Entsorgung finden Sie unter Sanierung & Entsorgung.