Maurer in der Nähe: Wann Sie einen Fachbetrieb brauchen
Der Maurer, im Handwerk Maurer und Betonbauer, errichtet tragende und nichttragende Wände, Fundamente und Bauteile aus Stein und Beton. Neben dem Neubau gehören Umbau, Anbau und Sanierung im Bestand zu den häufigsten Maurerarbeiten. Typische Anlässe sind ein offener Grundriss, eine neue Tür- oder Fensteröffnung, ein Anbau, Risse im Mauerwerk oder feuchte Wände im Keller. Das Maurer- und Betonbauerhandwerk ist zulassungspflichtig.
Typische Leistungen eines Maurers
- Mauerwerk errichten: Außen- und Innenwände, Garagen, Gartenmauern und Fundamente.
- Wanddurchbruch: neue Türöffnungen oder offene Grundrisse, bei tragenden Wänden mit Sturz oder Stahlträger.
- Anbau und Aufstockung: Rohbauarbeiten nach Plan von Architekt und Statiker.
- Putzarbeiten: Innen- und Außenputz aufbringen oder ausbessern.
- Mauerwerkssanierung: Risse schließen, Fugen erneuern, beschädigte Steine ersetzen.
- Feuchtigkeitsschutz: Abdichtung von Kellerwänden und Maßnahmen gegen aufsteigende Feuchtigkeit, je nach Ursache.
- Kleinere Betonarbeiten: Stürze, Treppenstufen, Bodenplatten.
Wanddurchbruch: Ohne Statik geht es nicht
Bevor eine Wand fällt, muss geklärt sein, ob sie tragend ist. Tragende Wände leiten Lasten aus Decken und Dach ab. Wer sie ohne Abfangung entfernt, riskiert Risse, abgesackte Decken oder im schlimmsten Fall einen Einsturz. Gehen Sie so vor:
- Tragwerksplaner oder Statiker prüfen lassen, ob die Wand tragend ist, und eine Berechnung für Sturz oder Träger erstellen lassen.
- Genehmigungsfrage klären: Ob ein Bauantrag oder Nachweis nötig ist, regelt die Landesbauordnung. Wenden Sie sich im Zweifel an das Bauamt.
- Leitungen in der Wand orten und Strom, Wasser oder Gas vorher fachgerecht stilllegen lassen.
- Den Maurer nach Statik ausführen lassen; anfallender Bauschutt kann über einen Containerdienst entsorgt werden.
In Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen ist zudem die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft nötig, wenn tragende Wände oder Gemeinschaftseigentum betroffen sind. Bei feuchten Wänden gilt: Erst die Ursache klären, etwa defekte Abdichtung, Kondensation oder eine undichte Leitung, dann sanieren.
Was kostet ein Maurer?
Kleine Arbeiten werden meist nach Stundensatz plus Material abgerechnet, größere nach Angebot, häufig nach Quadratmeter Mauerwerk oder Putzfläche. Kostentreiber sind Statik und Abfangung, Wandstärke und Material, Zugänglichkeit, Schutzmaßnahmen in bewohnten Räumen, Entsorgung des Bauschutts und Nacharbeiten durch andere Gewerke. Unser Tipp: Holen Sie mindestens zwei bis drei schriftliche Angebote ein und klären Sie, ob Putz, Entsorgung und Baustelleneinrichtung enthalten sind.
So finden Sie den passenden Maurer
- Standort eingeben und Umkreis wählen.
- Bewertungen lesen und nach Mindestbewertung filtern.
- Leistungsspektrum prüfen: Nicht jeder Betrieb übernimmt Kleinaufträge, Sanierung im Bestand oder Abdichtung.
- Vor der Beauftragung nachfragen: Ist der Betrieb in der Handwerksrolle eingetragen? Arbeitet er mit einem Statiker zusammen? Wer kümmert sich um Schutt und Staubschutz?
Die Einträge auf suchehandwerker.de stammen von den Betrieben selbst oder aus öffentlichen Quellen. Prüfen Sie Qualifikation und Konditionen deshalb immer direkt beim Anbieter.
Häufige Fragen zum Maurer
Wie erkenne ich, ob eine Wand tragend ist?
Hinweise geben Wandstärke, Lage und die Baupläne, sicher beurteilen kann es aber nur ein Statiker. Verlassen Sie sich nicht auf das Klopfen an der Wand.
Brauche ich für einen Wanddurchbruch eine Genehmigung?
Das hängt vom Bundesland und vom Umfang ab. Bei tragenden Wänden ist in der Regel ein Standsicherheitsnachweis nötig, auch wenn kein Bauantrag gestellt werden muss. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach.
Was hilft gegen feuchte Kellerwände?
Das hängt von der Ursache ab: drückendes Wasser von außen, aufsteigende Feuchtigkeit oder Kondenswasser. Lassen Sie die Ursache vor der Sanierung fachkundig klären.
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