Elektriker in der Nähe: Wann Sie einen Fachbetrieb brauchen
Strom ist überall im Haus, und Fehler an der Elektroinstallation sind gefährlich. Ein Elektriker, auch Elektroinstallateur oder Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik genannt, plant, installiert, prüft und repariert elektrische Anlagen in Wohnhäusern, Wohnungen und Gewerbeobjekten. Ob Neubau, Altbausanierung oder ein defekter Lichtschalter: Arbeiten an der festen Installation gehören in die Hände eines Fachbetriebs.
Typische Leistungen eines Elektrikers
- Elektroinstallation im Neubau und Altbau: Leitungen verlegen,
Steckdosen, Schalter und Beleuchtung installieren, alte Anlagen
modernisieren.
- Zählerschrank und Sicherungskasten: Austausch veralteter
Sicherungskästen, Nachrüstung von FI-Schutzschaltern
(Fehlerstrom-Schutzschalter) und Überspannungsschutz.
- Wallbox und E-Mobilität: Planung und Installation von Ladestationen
inklusive Anmeldung beim Netzbetreiber.
- Photovoltaik und Speicher: elektrischer Anschluss von PV-Anlagen und
Batteriespeichern.
- Smart Home: Steuerung von Licht, Rollläden, Heizung und
Sicherheitstechnik per App oder Sprachbefehl.
- E-Check und Prüfungen: regelmäßige Sicherheitsprüfung der
Elektroanlage, für Gewerbebetriebe auch nach DGUV Vorschrift 3.
- Reparaturen und Notdienst: Fehlersuche bei Stromausfall, ausgelösten
Sicherungen oder defekten Geräteanschlüssen.
Warum Elektroarbeiten kein Do-it-yourself-Projekt sind
Das Elektrohandwerk ist in Deutschland zulassungspflichtig. Elektroinstallationen müssen nach DIN- und VDE-Normen ausgeführt werden. Arbeiten am Hausanschluss und Zählerschrank dürfen nur Betriebe ausführen, die im Installateurverzeichnis des örtlichen Netzbetreibers eingetragen sind. Fehlerhafte Installationen können Brände und Stromschläge verursachen. Außerdem kann die Versicherung die Leistung kürzen oder verweigern, wenn ein Schaden auf unsachgemäße Eigenarbeit zurückgeht.
Was kostet ein Elektriker?
Die Kosten hängen von Region, Aufwand und Material ab. Abgerechnet wird meist nach Stundensatz zuzüglich Anfahrt und Material, bei größeren Projekten nach Angebot. Notdiensteinsätze am Abend, am Wochenende oder an Feiertagen sind deutlich teurer. Unser Tipp: Holen Sie bei größeren Aufträgen wie einem neuen Zählerschrank, einer Wallbox oder einer Sanierung mindestens zwei bis drei schriftliche Angebote ein und vergleichen Sie diese Position für Position.
So finden Sie den passenden Elektriker
- Standort eingeben und den Umkreis passend wählen. Kurze Anfahrtswege
sparen Kosten, besonders bei Reparaturen.
- Bewertungen lesen und nach Mindestbewertung filtern.
- Leistungsspektrum prüfen: Nicht jeder Betrieb bietet Wallbox,
Photovoltaik oder Notdienst an.
- Vor der Beauftragung nachfragen: Ist der Betrieb in der
Handwerksrolle und im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers
eingetragen? Gibt es ein schriftliches Angebot?
Die Einträge auf suchehandwerker.de stammen von den Betrieben selbst oder aus öffentlichen Quellen. Prüfen Sie Qualifikation und Konditionen deshalb immer direkt beim Anbieter.
Häufige Fragen zum Elektriker
Darf ich Steckdosen oder Lampen selbst anschließen?
Das Anschließen einer Lampe an einen vorhandenen Anschluss gilt allgemein als vertretbar, wenn die Sicherung abgeschaltet und Spannungsfreiheit geprüft ist. Neue Leitungen, zusätzliche Steckdosen und Arbeiten am Sicherungskasten gehören in die Hand eines Fachbetriebs.
Wie oft sollte die Elektroanlage geprüft werden?
Für private Haushalte gibt es keine feste Pflicht. Empfohlen wird eine Prüfung (E-Check) etwa alle vier Jahre sowie bei einem Eigentümerwechsel oder Mieterwechsel. Für Betriebe gelten verbindliche Prüffristen.
Muss eine Wallbox angemeldet werden?
Ja. Ladestationen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Ab mehr als 11 kW Ladeleistung ist eine Genehmigung erforderlich. Das übernimmt in der Regel der installierende Elektriker.
Was tun bei einem Stromausfall?
Prüfen Sie zuerst, ob nur Ihr Haushalt betroffen ist und ob eine Sicherung oder der FI-Schalter ausgelöst hat. Fliegt die Sicherung nach dem Wiedereinschalten erneut heraus, schalten Sie ab und rufen einen Elektriker. Bei einem Ausfall in der ganzen Straße ist der Netzbetreiber zuständig.